Rainer Schneider Lebenswege
Das Literaturprojekt zur Geschichte der DDR

Die Romane


Anna. Sehnsucht. 

Ostberlin, 1986. Die achtzehnjährige Anna zieht in den Prenzlauer Berg, lebt vom Verkauf selbstgenähter Jacken und träumt davon, eine angesagte Modedesignerin zu sein. Sie lernt Ritchie kennen, einen jungen Westberliner, der sie mit Stoffen versorgt.  Eine intensive Liebesbeziehung zwischen den beiden beginnt. Doch bald kommt es zu Schwierigkeiten: Anna erhält keine Genehmigungen für ihr Modegeschäft - um nicht wegen »asozialer Lebensweise« verhaftet zu werden, geht sie mit einem Journalisten ein Scheinarbeitsverhältnis ein und gerät in einen Strudel von Abhängigkeiten.

Der Roman   handelt   von der Ausgrenzung jener, die  sich dem DDR-typischen Militarismus verweigerten und  bewusst Nachteile in Kauf nahmen, um  ein halbwegs selbstbestimmtes Leben führen zu können.

"Das Buch vermittelt in Romanform einen ... Eindruck vom Leben in der DDR. Anschaulich werden aus der Perspektive der Protagonistin ihr Leben, ihre Wohn- und Lebensverhältnisse und ihr Weg in die Illegalität beschrieben. … Der Roman sei denen empfohlen, die auf leichte Art etwas über ungewöhnliche Lebensläufe in einem diktatorischen Staat erfahren möchten."  Cornelia Bronder, Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin (Nr. 37/15) 



 


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Karin. Glück ohne Ende.  

Ostberlin, 1984. Die sechzehnjährige Karin ist frustriert. Sie sitzt in einer Fabrik und  näht Schuhe zusammen. Ist das wirklich schon alles gewesen? Als sie Martin kennenlernt, Sohn einer DDR-Botschafterfamilie, hofft sie, endlich etwas aus ihrem Leben machen zu können. Doch Martin sieht für sich keine Zukunft in der DDR. Als er flieht, geht Karin mit ihm – und wird verhaftet. In der U-Haft erfährt sie, dass sie schwanger ist. Auf sich allein gestellt bringt sie ihre Tochter Sandra zur Welt und kämpft sich durch die Nachwendejahre. Erst in der Boomzeit der New Economy kann sie Fuß fassen – und bemerkt zu spät, dass sie ihre Tochter verliert. Schweren Herzens gibt sie alles auf, was sie sich erarbeitet hat.   

Der zweite Teil der Reihe »Lebenswege« beschreibt die Schwierigkeiten des sozialen Aufstiegs in zwei unterschiedlichen Gesellschaftssystemen und zeichnet zugleich ein bewegendes Porträt der letzten drei Jahrzehnte. 

"Beim Lesen hatte ich das Gefühl, ein Teil dieser Geschichte zu sein, so lebensnah wurde sie erzählt. ... Für mich war dieses Buch ein absolutes Lesehighlight, denn mir wurde das Leben in der DDR ein wenig näher gebracht und ich würde es jedem empfehlen, der sich für diesen Teil unserer Geschichte interessiert.“ Leserin auf Lovelybooks 

 




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Paul. Das dritte Leben. 

London, 2008. Paul, ehemaliger Musiker, arbeitet als Pfleger in einem Berliner Kinderheim. Alle paar Wochen fliegt er nach London, um zu tanzen. Eine kleine Auszeit aus dem geregelten Leben, das er sich angewöhnt hat. Er ahnt nicht, was er auslöst, als er eines Nachts einem unbekannten Mädchen ein Ständchen zum zwanzigsten Geburtstag bringt. Meg will, dass er Songs für ihr erstes Album schreibt. Für Paul scheint ein Jugendtraum in Erfüllung zu gehen. Als er in ihrem Alter war, hatte er nichts sehnlicher gewollt, als Songs zu schreiben und eine Weltkarriere zu starten. Aber damals lebte er in Ostberlin, die Mauer versperrte ihm den Weg und die Funktionäre, die über seine Schritte als Musiker wachten, arbeiteten gegen sein Talent als Songwriter. Nur das Lied, das er Meg zum Geburtstag gesungen hat, ist geblieben.   Als  sie es jetzt für ihr erstes Album aufnehmen will,   erinnert er sich an dessen Entstehungsgeschichte.  Ein Albtraum beginnt ...

Der dritte Teil der Reihe „Lebenswege“ beschreibt auf mehreren Ebenen das Prinzip der Talentförderung in der DDR und wie Begabungen vermeintlich höheren Zielen geopfert wurden.

"Die Londoner Clubs, die Künstler und Musiker dieser Millionenstadt ziehen Paul magisch an – doch er kommt nur als Besucher. Denn zwischen Puhdys und Karat gab es in der DDR keinen Platz für Paul ... Ein wichtiger und einfühlsamer Blick auf ein Leben, das in einer Diktatur geformt wurde."  Johannes Zum Winkel auf xtme.de





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1989. Alles Auf Anfang.  

Sommer 1989. Als Jens und Jenny sich im Umfeld der Prager Botschaft kennenlernen, ahnen sie noch nicht, dass der Beginn ihrer Grenzen überwindenden Liebe zugleich auch ein Wendepunkt im Leben von Bauarbeiter Scholle, Professor Haffner, Ministeriumssprecher Goergens, Künstlerin Steffi und Klempner Hotte ist. Sicher geglaubte Perspektiven brechen zusammen, neue Wege müssen gefunden werden. Urplötzlich heißt es: Alles auf Anfang.  

Die Umbrüche in den Neunzigerjahren sind das Thema des vierten Teils der Reihe »Lebenswege.«

"Rainer Schneider schreibt ... ernst, echt, lebensnah und dennoch mit Humor, so dass ich oft schallend lachen musste. Ganz klar mein Monatshighlight!" Leserin auf amazon.de 





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Chris. Immer weiter.

Ostberlin, Mitte der Achtzigerjahre. Die zwölfjährige Chris wird bei einem Talentwettbewerb entdeckt. Ihr Traum, Sängerin zu werden, scheint in Erfüllung zu gehen. Erst recht, als der bekannte Künstler Rolf Bremer sich um ihre Karriere kümmern will.  Doch nach ein paar Wochen ist alles vorbei. Man "versorgt" sie mit Lehrstelle und Jobs, um zu vertuschen, was zwischen ihr und Bremer vorgefallen ist. Chris zahlt den Preis für das Bild von der heilen Welt der DDR.

 Der fünfte Teil der Reihe „Lebenswege.“ erzählt beispielhaft, wie die Eliten der ehemaligen DDR „die Reihen fest geschlossen“ halten, wenn es darum geht, sich selbst reinzuwaschen.  

"Weder sie noch ihre Eltern wissen, was der kunstschaffenden Elite der DDR längst bekannt ist. Bremer hat eine ganz besondere Vorliebe für kleine Mädchen ...  Noch über das Bestehen der DDR hinaus ... funktioniert ... der alte Mechanismus: es gab keine sexuelle Gewalt gegen Kinder in der DDR. Nur Nestbeschmutzer können so etwas behaupten." Leserin auf amazon.de





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Lydia. Vergebung.

Der Tod einer jungen Frau an der ehemaligen Grenze, die ungeklärte Ausreise des Geschwisterpaares Lydia und Mario im Spätsommer 1989 aus der DDR, Missgunst und Bespitzelung zwischen den anderen Familienmitgliedern überschatten das Treffen, das 2008 in einer sächsischen Kleinstadt stattfindet. Lydia und Mario nehmen mit großem Unbehagen daran teil. Als Christen wurden sie damals als asozial stigmatisiert und ausgegrenzt, auch von der eigenen Familie. Die wiederum begegnet den beiden mit größtem Misstrauen. Planen sie vielleicht einen Rachefeldzug? Nach dem Willen von Pfarrer Kreutzner soll alles, was mit dem Leben in der ehemaligen DDR zu tun hat, vergeben und vergessen sein. Doch ist das wirklich so einfach? Was ist der Sinn von Buße und Vergebung? 

Der sechste Teil der Reihe „Lebenswege.“ beschreibt die Gewissenskonflikte zwischen Anpassung und Opposition in Familie und Gesellschaft – und damit auch die zwiespältige Rolle, die die evangelische Kirche vor, während und nach der Wende gespielt hat. 

 




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